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Artikel vom 12.07.2018 | zurück zur Übersicht

Plattdeutsch öffnet Türen

Ein gemeinsames Foto mit dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, auf der Dachterrasse des St. Pius-Stiftes gehörte dazu (von links nach rechts): 
Heinrich Siefer, Karl-Heinz Bley, Theresia Klinke, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, Christianne Nölting, Florian Kruse, Aloys Freese, Dr. Beate Schulte, Albert Vocke, Karin Rolwers. 
Foto: MWK
Ein gemeinsames Foto mit dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, auf der Dachterrasse des St. Pius-Stiftes gehörte dazu (von links nach rechts):
Heinrich Siefer, Karl-Heinz Bley, Theresia Klinke, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, Christianne Nölting, Florian Kruse, Aloys Freese, Dr. Beate Schulte, Albert Vocke, Karin Rolwers.
Foto: MWK

Juli 2018: Auf seiner Sommertour besuchte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, auch das Altenheim St. Pius-Stift in Cloppenburg. Begleitet wurde er dabei von Christianne Nölting, Geschäftsführerin des Länderzentrums für Niederdeutsch, Heinrich Siefer von der Katholischen Akademie Stapelfeld und MdL Karl-Heinz Bley aus Garrel.

Im gemeinsamen Austausch mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des St. Pius-Stiftes und der Leitung der Altenpflegeschule wurde sehr schnell deutlich, dass Platt in der Pflege durchaus gesprochen und gepflegt wird. Ob bei ersten Beratungsgesprächen, in den Betreuungsstunden, im WB III einmal im Monat nur auf Platt oder bei der Pflege am alten Menschen. Wer mit dem Plattdeutschen groß geworden ist, fühlt sich gleich besser verstanden und wie zu Hause, wenn die bekannte Sprache zu hören ist. Es gibt im Europäischen Recht in der Sprachencharta das festgeschriebene Recht auf die Muttersprache. Das ist vor allem im Umgang mit Menschen mit Demenz wichtig, waren sich die Gastgeber einig.

Bereits seit zwei Jahren gibt es im St. Pius-Stift auch das Angebot einer Plattdeutschen Leserunde mit Gertrud Luthmann und Veronika Engelmann. Die Geschichten und Gedichte werden von den ehrenamtlich tätigen Frauen mit viel plattdeutscher Sprachkompetenz vorgetragen und anschließend deftig humorvoll mit den Bewohnerinnen und Bewohnern diskutiert.

Der Minister war sehr interessiert an diesem Thema und auch Frau Nölting ist es ein Anliegen, sich um bessere Voraussetzungen und die Förderung der Regionalsprache zu kümmern. „Sprache ist Heimat – das St. Pius-Stift lebt diesen Gedanken. Ich bin tief beeindruckt von den vielfältigen Plattdeutsch-Aktivitäten, die das St. Pius-Stift seinen Bewohnerinnen und Bewohnern anbietet“, so Kulturminister Björn Thümler.

Als Ergebnis dieses Treffens soll in naher Zukunft in Zusammenarbeit mit der Berufsfachschule Altenpflege des St. Pius-Stiftes eine plattdeutsche Projektwoche durchgeführt werden. Ideen dazu gab es schon viele, z.B. eine plattdeutsche Andacht, den wöchentlichen Speiseplan auf Plattdeutsch, ein Vokabelheft mit plattdeutschen Begriffen für den Pflegealltag, plattdeutsche Lese- und Liederrunden und einen Themenabend zu „Platt in der Pflege“.

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